DFI Drosselklappensensor

Info zur Gemischaudbereietung, Vergaser- & Einspritzproblemen

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Martin
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DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Martin »

Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei meine GPZ 1100 UT wieder auf die Straße zu bringen. Einer der Vorbesitzer hat mal am Drosselklappensensor herumgebastelt. Das Moped hatte schwarze Kerzen und das Öl hat nach Benzin gestunken. Leerlaufverhalten und Anspringen waren auch eher mäßig. Die Gasannahme ist schlecht. Meine Frage: Gibt es eine bestimmte Vorgehensweise für Einstellung des Drosselklappensensors? Ich habe leider kein Werkstatthandbuch das mich weiterbringen würde.

Gruß

Martin
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Kermit98
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Kermit98 »

Hallo Martin

Willkommen im Forum

Schau mal oben in der Suchfunktion nach "WHB" wie Werkstatthandbuch, da findest du hier ein PDF des Originalhandbuchs. Das GPZ1100 UT - Handbuch ist eine Ergänzung zum Handbuch der Z1000J das du hier ebenso findest.

Der Drosselklappenpoti sagt dem Steuergerät im Bürzel wie viel Gas du gibst damit das Steuergerät die passende Einspritzmenge berechnen kann. Ergo ist der "Zu"-Anschlag der Drosselklappen der Nullpunkt des Potis - wobei man den winzigen Spalt für den Leerlauf dazurechnen muss (einstellbar mit der dicken Rändelschraube links unter dem Benzinhahn) Der Poti an sich ist das Einzige was man bei der ganze DFI einstellen kann und man muss sich auch jedes Mal z.B. nach dem Synchronisieren damit beschäftigen aber auf der anderen Seite musst du dafür keine Vergaser neu abdichten, Schwimmerkammern und Düsen reinigen usw usw.

Was das Einstellen des Potis angeht.... im WHB wird das Einstellen mittels des Original-Kawasaki-Testgeräts beschrieben das du so gut wie nirgends bekommst und wenn dann zu astronomischen Preisen. Ist im Endeffekt ein Tester mit 2 LEDs - es gibt auch die eine oder andere Eigenbauanleitung im Netz.

Ich stelle es mangels Testgerät nach Gehör und Gefühl ein, habe aber auch den Vorteil das bei mir niemand anderes rumgepfuscht hat - bei mir gehts meist um 2,3 Winkelgrade nach dem Synchronisieren oder ähnlichen Arbeiten (Feintuning)

Immer vorausgesetzt alles andere ist in Ordnung - Einspritzdüsen nicht verschmutzt, Zündanlage Tiptop - speziell Kerzen und Kabel !! , Kraftstoff- und Luftfilter sauber usw usw. und ganz wichtig !!! KEINE roten Fehlercode-LEDs am Steuergerät im Bürzel kannst du mal mit einer waagerechten Grundposition anfangen und dich gaaaaanz langsam rechts und links um winzige Schritte - 2, 3 Winkelgrade hintasten, mit der Leerlaufschraube experimentieren. Irgendwann kommst du an den Punkt wo sie im Leerlauf sauber und "weich" läuft. Klar ist das nicht der professionellste Weg aber bei mir funktioniert es seit .... 1985 :D
Thorsten Schulz
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Uli
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DFI - Testgerät

Beitrag von Uli »

Hallo Thorsten,

Liegt bei mir im Nachttisch. Können ja mal einen Arbeits-Laden machen. Ich bringe Tester und GPZ1100B2.
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Gruß, Uli
Martin
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Martin »

Hallo,
erstmal danke für die Info.
So,wie von Thorsten beschreiben hatte ich es gemacht. Ich war mir nicht sicher ob ich es so lassen kann.
Ein wenig Feintuning ist bestimmt noch nötig. Dafür müsste ich mal fahren können. Bei dem Sauwetter zwecklos.

BTW: Das Kabel des Temperaturfühlers ist wohl mal abgeraucht. Jedenfalls hat einer der Vorbesitzer mal ein
neues Kabel vom Fühler bis in die CDI verlegt. Ich würde den Temperaturfühler deshalb gerne mal erneuern.
Auch das könnte ja eine Ursache für die verrusten Kerzen sein. Ersatz (nicht original) scheint es ja zu geben.
Muss ich auf irgendwas achten? Mache ich den Ausbau besser bei warmen oder kalten Motor?

Gruss

Martin

Und ja, wer Vergaser kennt nimmt Einspritzungen! :D
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Kermit98
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Kermit98 »

Uli hat geschrieben: So 3. Jan 2021, 23:52 Liegt bei mir im Nachttisch. Können ja mal einen Arbeits-Laden machen. Ich bringe Tester und GPZ1100B2.
Gerne !
Thorsten Schulz
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Kermit98 »

Martin hat geschrieben: Mo 4. Jan 2021, 07:37 So,wie von Thorsten beschreiben hatte ich es gemacht. Ich war mir nicht sicher ob ich es so lassen kann. Ein wenig Feintuning ist bestimmt noch nötig.
Bestimmt. Das Spielen mit Leerlaufschraube gehört auch dazu..... irgendwo ist dann der Punkt an dem sie (warm) im Leerlauf sauber läuft und trotzdem beim Gas weg nehmen in die Schubabschaltung geht.
BTW: Das Kabel des Temperaturfühlers ist wohl mal abgeraucht. Jedenfalls hat einer der Vorbesitzer mal ein neues Kabel vom Fühler bis in die CDI verlegt.
Hab ich auch gemacht. Die Hitze des Motors hinter den Kühlrippen verfärbt sogar das Eloxal an meinen Ölkühlerverschraubungen obwohl das Leitungsbündel durch das Öl auf 100-120° gekühlt wird :( Das ein Kabel das keine 30, 35 Jahre aushält ist klar.

Was den Sensor an sich angeht....... sowie deine DFI-Einheit eine grüne LED beim Zündung einschalten anzeigt ist der Sensor ok bzw. der Wert plausibel. Wenn du die Sache verifizieren willst, kannst du den Widerstand messen und in Verbindung mit der tatsächlichen (geschätzten) Motortemperatur bringen (siehe WHB) - wenn es draußen 5° hat und der Sensor einen passenden Wert liefert ist alles ok und du brauchst ihn nicht wechseln. (Never fix a working system :D ) Wenn du natürlich bei betriebswarmen Motor einen Wert für 10 Grad Temperatur misst kann das schon dein Problem sein - das Steuergerät nimmt eine sehr große Bandbreite als plausibel an.

Im Netz gibt es Nummern für verschiedene Sensoren als Ersatz - z.B. von Bosch vom Porsche 914 - aber auch die sind entweder ausverkauft oder sehr teuer (wobei ich denke das Frieder hier einen Vorrat oder zumindest Bezugsquellen hätte ;) )

Beim Ausbau ist es wie bei Zündkerzen egal - Warmer Motor, warme Kerzen oder Sensor. Ich würde den Sensor einige Tage vorher mit Kriechöl einsprühen - der war im Extremfall 30+ Jahre unangetastet drin. Nur beim Einbau sollte man ähnliche Temperaturen haben, also niemals kalte Kerzen, Schrauben oder Sensoren in einen heißen Motor schrauben. Durch die Wärmedehnung kann man u.U. Probleme mit dem Gewinde im Kopf bekommen - das Drehmoment ist auf exakte Passform ausgelegt und nicht auf ein größeres heißes Gewinde außen.
Umgekehrt können warme Kerzen im kalten Motor klemmen, auch nicht gut fürs Gewinde.
Thorsten Schulz
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Uli
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Uli »

Klasse Beiträge, Thorsten!
Gruß, Uli
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Martin »

Ja, gut erklärt. Und das mit der LED habe ich auch noch nicht begriffen, also wann an und wann aus.
Werde gleich mal nachsehen ob die bei mir an ist wenn ich die Zündung einschalte.
Danke!

Gruß

Martin
Fritz L
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Fritz L »

Hallo,

Hab noch 2 neue Temp.-Sensoren (für VW etc.) im Lager.

Gruß Frieder
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Kermit98
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Kermit98 »

Das hab ich im Netz gefunden:

Cylinder head temperature sensor CTS
Heres what i found, but is somebody can confirm that the Ohms is correct it would be nice. values by 20°C/68°F
Kawa 21176-1002 all fuel injected, 2-3 KOhm usually 2,5.

Vw
022906041 superseeded by
022906041A superseeded by
311906041A all is supposed to have 2-3 KOhm (2,5) but aparently 311... was a fix if you got missfire during warm up and got lower resistance (2,2?)
Bosch 0280130012 for all of them probably same range as 311.

They also got a spacer 022133079 to add between head and sensor also to cure missfire during warm up.

- Porsche 911 73-89
93060691500
Bosch 0280130070
- Porsche 964 (911) 88-96
9306061302
Bosch 0280130059
- Porsche 996 (911) 96-98
9306061302 early
99360601300 later this one aparently superseeds all other so the range is probably the same 1,4-3,6 KOhm 15-30°C
Bosch 0280130097

Auf Deutsch.....das gibt eine "Try and Error" Methode einen exakt !! passenden Sensor zu finden.
Thorsten Schulz
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Fritz L »

Hallo,

Bosch Teilenummern stimmen für 914 / 4. Prüfwert gegen Masse ist 2,5 kOhm bei 20 Grad C.

Der 914 /4 (4 Zylinder-Motor) ist ein VW (Volkswagen). Nur der 914 / 6 (6 Zylinder-Motor) ist ein Porsche obwohl beide vom gleichen Band liefen !

Gruß Frieder
Martin
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Martin »

Hallo,
Temperatursensor:
Facet 7.3093
Topran 100 855

Die sollen auch passen und die gleiche Widerstandskurve haben. Das sind wahrscheinlich die gleichen wie für Porsche.
Nur ohne den Porsche-Preisaufschlag. Ich werde demnächst mal messen ob der Sensor noch ok ist. Sollte ja auch im
eingebauten Zustand möglich sein. Ich hab etwas Angst, dass mir das Ding beim Ausbauen abreist oder das Gewinde kaputt geht.

Ich habe mal nachgeschaut, die grüne Leuchte blinkt bei meinem Moped nach einschalten der Zündung einmal kurz. Ist das i.O. ?
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Kermit98
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Kermit98 »

Martin hat geschrieben: Do 7. Jan 2021, 09:17 Ich habe mal nachgeschaut, die grüne Leuchte blinkt bei meinem Moped nach einschalten der Zündung einmal kurz. Ist das i.O. ?
Ja.... wie bei ner Ampel. Grün ist ok,Rot nicht so ganz -
Korrektur Die LED ist immer grün, 1 x blinken ist ok, "Morsecodes" nicht

Nochmal.... lade dir hier das WHB runter. Da wird u.A. die DFI-Einspritzung erklärt inkl.
der Bedeutung der roten Fehler-Blinkcodes.
Thorsten Schulz
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Martin »

Hallo Thorsten,
danke für die Antwort! Das WHB habe ich schon runtergeladen. Ich bin aber noch nicht zum Lesen gekommen.

Gruss

Martin
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Uli
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Uli »

Verstehe ich das richtig:
Bei der UT hast du das Messinstrument über die Anzeige in den Instrumenten
sozusagen integriert? Also einstellen bis hier Grün blinkt?
Gruß, Uli
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Kermit98
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Kermit98 »

Uli hat geschrieben: Do 7. Jan 2021, 12:04 Verstehe ich das richtig: bei der UT hast du das Messinstrument über die Anzeige in den Instrumenten sozusagen integriert? Also einstellen bis hier Grün blinkt?
Nein.
Bei der Unitrak hat das DFI-Steuergerät im Bürzel eine zusätzliche grüne LED neben dem Stecker-Eingang die beim Einschalten der Zündung (hoffentlich) 1 x grün blinkt wenn alles OK ist.

Bei Fehlern in der DFI - angezeigt durch die rote Kontrolleuchte im Tacho und das "DFI" in der LCD-Anzeige auf dem Tank - zeigt die LED durch einen Morse-ähnlichen Blinkcode welcher Fehler vorhanden ist - insgesamt 7 verschiedene Codes.

Bei deiner B2 gibt es meines Wissens nur die rote Kontrollleuchte im Tacho, Fehler müssen hier heraus"gemessen" werden.

Solche Blinkcodes waren in der Anfangszeit der Steuergeräte gang und gäbe bevor sich dann über herstellerspezifische Testgeräte und Steckernormen schließlich im PKW-Bereich die heutige internationale OBD-Schnittstelle etabliert hat (wobei der Grund für diese Norm aus anderen Gründen erfolgte ;) )

Die Sache mit dem Drosselklappenpoti und dem Testgerät das du hast hat damit nichts zu tun, die Einstellung ist unabhängig von den Fehlercodes nötig. Die Fehlercode-LED würde nur blinken wenn z.B. die Verkabelung oder der Stecker defekt wäre so das kein sauberes Signal ankommt.
Thorsten Schulz
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Uli »

Danke für die Klarstellung.
Gruß, Uli
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Synchronisation DFI Drosselklappen

Beitrag von Martin »

Hallo zusammen,
mittlerweile hab ich die GPZ mal ausgiebig testen können. Ich war überrascht wie leicht sich der Eisenhaufen fahren lässt. Ich habe ein Wilbers Federbein eingebaut das ca. 3mm länger als das Originale ist und die Exzenter auf ‚hoch’ gestellt. Reifen Metzeler Roadtec 3. Damit fährt sie gut um die Ecken, auf der Geraden sehr stabil und hat ausreichend Bodenfreiheit. Ich bin echt begeistert!
B0AC61A7-B12C-4D21-83E4-B067DB7F92AF.jpeg
Ansonsten alles Serie. Leider hat sich das Polrad der Lichtmaschine irgendwann gelöst und ich musste ab dann mit meiner Rau weiterfahren. Aber zumindest habe ich den Drosselklappensensor noch in eine halbwegs funktionierende Position gebracht.
Des Weiteren habe ich vor kurzem festgestellt, dass der Vorbesitzer den Widerstand zwischen Temperatursensor und Steuergerät einfach überbrückt hatte. Also neuen Widerstand eingebaut und den Temperursensor habe ich auch gleich getauscht.
Mich wundert, dass sie ohne Widerstand überhaupt gelaufen ist. Aber 120PS hat sie definitiv nicht.
Leider ist das Kaltstartverhalten immer noch bescheiden. Auch das Standgas lässt sich nur schwer einstellen. Der nächste Schritt ist nun die Synchronisation der Drosselklappen. Meine 750er GPZ hatte mal die gleichen Zicken bis ich die Vergaser synchronisiert habe. Die Ansaugstutzen habe ich bereits auf Dichtheit geprüft.

Meine Fragen:
Was mache ich bei der Synchronisation mit der Rücklaufleitung der Einspritzung ?
Einfach in einen Kanister leiten ?
Oder braucht man den Vordruck den das Rücklaufventil erzeugt ?

Gruß

Martin
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Temperatursensor

Beitrag von Kermit98 »

Hallo Martin
Martin hat geschrieben: Di 14. Sep 2021, 06:42 Des Weiteren habe ich vor kurzem festgestellt, dass der Vorbesitzer den Widerstand zwischen Temperatursensor und Steuergerät einfach überbrückt hatte. Also neuen Widerstand eingebaut und den Temperursensor habe ich auch gleich getauscht.
Von welchem Temperatursensor reden wir ? Motortemperatur am Kopf oder Lufttemperatur am Lufi-Kasten?
Zumindest bei meinen 2 1983er und im Schaltplan ist überhaupt kein Widerstand im Kabel - das Symbol beim Motortemperatursensor zeigt eine Steckverbindung im Bereich der Einspritzdüsen (schwarzer Stecker)
DFI.jpg
Evtl hat der Vorbesitzer hier ein bisschen tricksen wollen - beim "billigen" Chiptuning wird ja auch oft dem originalen Motorsteuergerät eine niedrigere Motortemperatur vorgegauckelt um das Gemisch reicher zu machen.
Aber 120PS hat sie definitiv nicht.
Die DFI-Unitraks wurden ganz einfach durch einen Anschlag am Gaszug unten bei der Einspritzbatterie auf 100 PS gedrosselt..... schau mal spasshalber ob deine Drosselklappen komplett aufmachen :)

Davon abgesehen ist die Leistungsabgabe wie üblich von sehr vielen Faktoren abhängig - saubere Einstellung, Kompression und natürlich auch der Mut einen knapp 40 Jahre alten Motor auf rund 9.000 Umdrehungen zu ziehen um die Höchstleistung abzurufen (ich machs nicht mehr, mir hats einmal bei dem Versuch ein Kurbelwellenlager verspult :( )
Meine Frage: Was mache ich bei der Synchronisation mit der Rücklaufleitung der Einspritzung? Einfach in einen Kanister leiten? Oder braucht man den Vordruck den das Rücklaufventil erzeugt?
Entweder in einen extra Kanister oder besser zurück in den "Tank" von dem du deinen Sprit abzapfst. Im Gegensatz zu Vergasermaschinen, die nur den Sprit aus dem Tank holen den sie benötigen fördert die DFI ständig und sehr viel - ich kann dir die Menge jetzt nicht exakt sagen und im WHB steht da auch nichts Konkretes drin, aber ich schätze mal locker 2-3 Liter / Minute

Und nochmal zur Erinnerung.... das Rückschlagventil im Tank hat NICHTS mit dem Kraftstoffdruck zu tun ! Dieser wird einzig und alleine durch den Druckregler unter der Einspritzbatterie gesteuert.

Viele Grüße

Thorsten
Thorsten Schulz
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Kermit98 »

Hallo Uli
Uli hat geschrieben: So 3. Jan 2021, 23:52 Liegt bei mir im Nachttisch.
In GB hat gerade einer so einen Tester für 500 Pfund inseriert :shock:
Thorsten Schulz
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Synchronisation DFI Hinweise

Beitrag von Peter »

FrankS - The Spirit hat folgende Info dazu

Bei der UT Synchro, habe ich immer den orig. Tank neben das Motorrad auf die
Werbank gelegt und mit 2 langen Schläuchen mit der DFI verbunden, so daß der
selbe Zustand wie im Normalbetrieb bei Vor- und Rücklauf besteht.

Dann hat man Platz und kann sauber synchronisieren.
Grüße - Peter
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Martin »

Hallo,
Wir reden vom Zylinderkopfsensor. Der ist auch im abgebildeten Plan eingezeichnet. Der Widerstand war sowohl im eingebauten Kabelbaum (aber kaputt) als auch im Ersatzkabelbaum. Irgendwo im Bereich unterhalb der Sitzbank. Die Drossel gibts nicht mehr. Hab ich nachgeschaut.

Ich werde dann mal den Tank anschließen, wenn ich die Synchronuhren dranhänge.

Gruß und Danke

Martin
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Kermit98 »

Martin hat geschrieben: Di 14. Sep 2021, 17:17 Der Widerstand war sowohl im eingebauten Kabelbaum (aber kaputt) als auch im Ersatzkabelbaum. Irgendwo im Bereich unterhalb der Sitzbank.
Versteh mich nicht falsch, ich glaube dir das du da einen Widerstand hast. Auch wenn ich ihn nie registriert habe bzw von dessen Existenz nichts wusste.
Was mich an der Sache irritiert:

a) müsstest du bei einem defekten - also durchgebrannten - Widerstand von Anfang an einen Fehlercode angezeigt bekommen haben (blinkende LED im Steuergerät) davon hast du aber nichts geschrieben. Zudem bin ich nicht sicher ob sie ohne das Temperatursignal nur in eine Art Notlauf springt oder garnicht anspringt/läuft (ich hatte den Fall noch nie, keine DFI-Panne in rund 150.000 Kilometern)

b) hab ich an meiner eigenen Uni dieses Kabel vom Sensor bis zum Stecker des Steuergeräts ersetzt - ohne Widerstand. Meine Uni springt bei jeder Temperatur einwandfrei an und läuft in allen Temperaturbereichen sauber.

Wo hast du eigentlich den Sensor herbekommen?

Viele Grüße
Thorsten Schulz
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Martin »

Hallo Thorsten,
zunächst mal zur Erklärung, sie springt gut an hat aber ein schlechtes Kaltlaufverhalten. Die Drehzahl geht entweder durch die Decke oder sie geht aus.
Das Steuergerät zeigt keinen Fehlercode. Bei Einschalten der Zündung blinkt die grüne Lampe einmal kurz auf. Dann sollte ja alles gut sein. Ich bezweifle auch ob ein Steuergerät von 1983 einen fehlenden Widerstand diagnostizieren kann. Ich denke da wird nur ein Signaltest gemacht und das war’s.
Der Vorbesitzer hatte, wie bei dir, einfach ein Kabel vom Sensor zum Steuergerät gezogen. Ich habe noch einen Ersatzkabelbaum hier liegen. Bei der ganzen Messerei ist mir irgendwann aufgefallen, dass die Kabelbäume unterschiedliche Durchgangswerte haben.
Den Widerstand hätte ich auch nicht gefunden, wenn ich keinen Hinweis bekommen hätte.
Es handelt sich um einen ganz einfachen Widerstand wie man ihn im Fachhandel für 20 Cent kaufen kann.
Der Widerstand war nicht durchgebrannt sondern durchvibriert. Im Ersatzkabelbaum war er noch gut und den habe ich dann eingebaut.

Gruß

Martin
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Re: DFI Drosselklappensensor

Beitrag von Kermit98 »

Guten Morgen
Martin hat geschrieben: Mi 15. Sep 2021, 06:52 sie springt gut an hat aber ein schlechtes Kaltlaufverhalten. Die Drehzahl geht entweder durch die Decke oder sie geht aus.
OK. Ich tippe jetzt mal (wie du auch) spontan auf die Einstellung des Drosselklappenreglers. Wenn du im Kaltlauf links den kleinen "Idle"-Hebel hochziehst machst du ja nur die Drosselklappen ein klein wenig auf - technisch gesehen nichts anderes wie wenn du deinen Gasgriff ein klein wenig aufdrehst. Die Anfettung im Kaltlauf (Choke) erledigt das Steuergerät in Verbindung mit dem Temperatursensor am Kopf.
Wenn du jetzt eine nicht ganz korrekte Einstellung des DK-Sensors hast bekommt das Steuergerät zwar 2 verschiedene plausible Informationen kann aber kein perfektes Gemisch erzeugen - und dem Computer ist es egal ob dir 3, 4000 Umdrehungen im kalten Zustand weh tun, er macht nur seinen Job.

Es kann dir aber auch bei einem sehr gut eingestellten Sensor passieren das sie nach ein paar Sekunden während des Warmlaufs "umschaltet" und die Drehzahl hoch geht - bei mir nach Murphys Gesetzen immer dann wenn ich die Handschuhe anziehe und gerade keine Hand frei habe um den Idle-Knopf ein winziges bisschen runter zu drücken (Der Hebel ist empfindlicher als die Prinzessin auf der Erbse :D ) Das ist aber normal - so präzise wie heutige Anlagen ist diese Konstruktion nie gewesen.

Wenn der Sensor dem Steuergerät eine falsche Gasgriffstellung anzeigt hast du natürlich auch gewisse Leistungseinbußen.

Also, dein nächster Weg wird sein wie du schon selbst vorgegeben hast:
- Sauber warm laufen lassen
- Wenn du den Tank und deine Spritleitungen soweit hast das du synchronisieren kannst vorher kurz mal mit Bremsenreiniger checken ob sie irgendwo Falschluft zieht
- Synchronisieren. Hier musst du etwas tricksen, denn im Endeffekt stellst du den DK-Poti ja auf die Drosselklappe des rechten 4. Zylinders ein. Alles was du an den anderen 3 Klappen verstellst beeinflusst diesen Wert natürlich. Ich würde die Schrauben am Sensor leicht locker lassen so das du beim Verstellen der anderen Klappen ggf. etwas nachjustieren kannst wenn sie dir ausgeht. Du musst sehr wahrscheinlich auch mit der Leerlaufschraube spielen um sie bei 1500 bis 2000 Umdrehungen zu halten.
- Wenn alle 4 Zylinder denselben Wert haben dann erst macht es Sinn den Sensor Winkelgrad für Winkelgrad so einzustellen das sie im Warmen gefühlsmäßig sauber läuft.
Ich bezweifle auch ob ein Steuergerät von 1983 einen fehlenden Widerstand diagnostizieren kann. Ich denke da wird nur ein Signaltest gemacht und das war’s.
Korrekt. Wenn das Kabel unterbrochen ist und gar kein Signal ankommt - egal ob Stecker ab, Kabelbruch, gebrochener oder durchgebrannter Widerstand - kommt eine Fehlermeldung. Wenn der Widerstandswert im Kabel + der Widerstand des Sensors zusammen plausibel sind ist es dem Steuergerät egal
Es handelt sich um einen ganz einfachen Widerstand wie man ihn im Fachhandel für 20 Cent kaufen kann.
Mich würde mal der Widerstandswert (ggf. über die Farbcodierung) interessieren. Ist aber nicht lebenswichtig, meine läuft ja einwandfrei
Thorsten Schulz
"Ein Frosch ohne Humor ist nur ein kleiner grüner Haufen" Jim Henson 1936-1990
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